Kastrationsprogramm in Bulgarien
wir machen weiter!

Übersicht

Das Kastrationsprojekt in Plovdiv-Bulgarien

Im August 2023 haben wir die Kastrationen in Bulgarien wieder aufgenommen. Diesmal in Plovdiv, der zweitgrößten Stadt Bulgariens, wo Ralitsa jetzt lebt.
Im zentralen Viertel in Plovdiv gibt es viele Kolonien von Straßenkatzen. Sie wurden vor einigen Jahren komplett vom Kastrationszentrum kastriert. Deutsche Tierschutz-Organisationen haben dieses Projekt gegründet.
Warum kastrieren wir weiter in Plovdiv?
Es kommen immer wieder neue Katzen zu den abgearbeiteten Kolonien hinzu. Und ständig setzen Leute die Babys ihrer eigenen Katzen aus.
Zusätzlich hat das Kastrationszentrum leider in den letzten Jahren Schwierigkeiten, Tierärzte zu finden, die zuverlässig sind und gut Kastrationen durchführen. Deshalb kann es nicht mehr in dem Umfang tätig sein wie noch vor Jahren. Wegen des Personalmangels kastrieren die Tierärzte nur noch an wenigen Tagen im Monat, und das nur mit Termin. Termine sind aber beim Fangen von Straßenkatzen kaum möglich. Es ist nicht planbar, ob und wann Katzen in die Fallen gehen. Also werden kaum noch Straßenkatzen kastriert. Die Populationen drohen wieder unkontrolliert zu explodieren.

Seit August 2023 fängt Ralitsa genau in diesen Kolonien Katzen, lässt sie in einer Klinik kastrieren und wieder frei. Sie hat Tierschutzpreise für die Kastrationen ausgehandelt. Ralitsa bezahlt nur 37 € für eine Katze und 21 € für einen Kater. Die Katzen dürfen einen Tag dort übernachten und sich erholen, bevor sie wieder in ihrem Revier freigelassen werden. Die Ärzte kontrollieren auch immer den Allgemeinzustand der Katze. Sie behandeln alles, was notwendig ist, wie z. B. Zahnprobleme.
Ralitsa hat Helfer vor Ort, die die Katzen versorgen, füttern und Kranke in den Tierkliniken behandeln lassen. Wir unterstützen Ralitsa dabei, indem wir die Kastrationen mit den Spenden von euch und uns finanzieren.

Möchtest du uns bei dem Projekt unterstützen?

Unsere Bankverbindung:
Tierschutz-Team-Koeln e.V.
Sparkasse Leverkusen
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Wie immer halten wir dich auf dem Laufenden darüber, wie wir die Spenden einsetzen. Jeden Monat gibt es News mit Bildern und Videos von den kastrierten Katzen.

Fragen und Antworten zu Kastrationen

Wenn du noch nie mit Kastrationen von Straßenkatzen zu tun hattest, wirst du bestimmt ein paar Fragen haben. Zumindest uns ging es am Anfang unserer Tierschutzarbeit so. Deshalb beantworten wir hier die häufigsten Fragen.

Wenn man die Bilder sieht von zum Teil zahmen, freundlichen Katzen, die nach der Kastration wieder ausgesetzt werden, ist das schwer zu verstehen. Warum wird die Katze wieder ausgesetzt und nicht aufgenommen und vermittelt? Und wieso auch an Orten mit befahrenen Straßen, Baustellen etc., wieso nicht außerhalb der Stadt oder in ruhigen Vierteln?Das System nennt sich TNR – trap, neuter, return (fangen, kastrieren, zurücksetzten). Allen wäre es am liebsten, wenn das R für Rescue, also retten/aufnehmen ständ. Aber dafür bräuchte man Menschen, die freiwillig Katzen als Pflegestelle aufnehmen, oder gute Tierheime.
Pflegestellen gibt es auf der ganzen Welt nicht annähernd genug. „Gute“ Tierheime sind in Bulgarien und z. B. auch in Rumänien Mangelware. Entweder sind sie privat von Vereinen und immer bis zum letzten Platz voll. Oder es handelt sich um staatliche Horror-Tierheime. Oft gibt es auch gar kein Tierheim in der Nähe der Kolonie. Also haben die Tierschützer vor Ort keine Wahl. Ohne die Kastrationen gibt es immer mehr Katzen auf der Straße, immer mehr Leid und Elend und tote Tiere.
Aber ohne Pflegestellen oder Tierheime müssen sie die Tiere auf die Straße zurück setzen.

Das hat mehrere Gründe. Es gibt kaum sichere Plätze, wo man Straßenkatzen „aussetzen“ könnte. Sicher heißt, jemand kümmert sich, füttert sie, versorgt sie, wenn ein Tier krank ist.
Die Kolonien, die es gibt, sind nur deshalb noch dort, weil sich Leute wie Ralitsa kümmern und niemand die Tiere verletzt. Das klingt gruselig, ist aber leider die Wahrheit.
Tiere werden immer wieder vergiftet, absichtlich überfahren, Besitzer lassen ihre Hunde auf die Katzen los, Menschen erschlagen, erschießen, treten und verletzen die Katzen.
Wir sind froh, wenn es einen Platz gibt, wo den Tieren aktuell niemand etwas antut, jemand sich um die Tiere kümmert und die Tiere dort zurechtkommen, zum Füttern kommen, sich fangen, teilweise anfassen lassen. Es wäre schwierig und auch gefährlich, die Tiere einfach woanders hinzubringen. Sie würden sich nicht zurechtfinden und einige würden nicht dortbleiben.
Und die Katzen einfach außerhalb der Stadt anzusiedeln ist nicht möglich. Die Menschen wollen nicht, dass Tierschützer auf einmal eine ganze Kolonie an Katzen (auch wenn sie nicht groß ist) in ihr Dorf bringen.
Zudem dort sowieso überall schon Katzen sind. Und die Zustände in den meisten ländlichen Gegenden sind so ein Horror für die Tiere, dass Ralitsa z. B. es keinen Tag im Heimatdorf ihres verstorbenen Vaters aushält. Dort sieht sie überall massenweise Katzen und Katzenbabys in schlimmen Zuständen.

Ja, grundsätzlich schon. Es gibt Zeiten, in denen es leichter ist, weil es z. B. nicht zu heiß oder zu kalt ist.
Es gibt noch mehr Faktoren, die das Kastrieren schwerer machen. Das sind zum Beispiel Zeiten, in denen viele Unkastrierte rollig sind oder schwanger oder schon Babys haben …
Aber alle geben ihr Bestes. Sie versuchen, das ganze Jahr über durchgehend zu kastrieren, und das gelingt ihnen auch. Nur die Anzahl der Katzen ist je nach Monat unterschiedlich.

Jede Kolonie wird von Helfern betreut. Die Tierschützer kümmern sich um die Tiere und kennen sie gut. Sie wissen, welche Katze bereits kastriert ist. Zusätzlich markiert man die Tiere bei der Kastration mit einer kleinen Kerbe im Ohr. Und die Helfer wissen, welche Katze trächtig ist oder säugt – auch das erkennt man von außen am dicken Bauch oder an den Zitzen.
Die Helfer beobachten die Fallen. Sie verhindern, dass die falschen Katzen in die Fallen gehen. Oder sie lassen sie frei, falls das doch einmal passiert.

Kastrations Tagebuch

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Kastrationen Insgesamt

Kastrationen Januar 2024

8 weitere Katzen konnten von Anfang Januar bis heute gefangen und kastriert werden.
Insgesamt sind es jetzt 23 Katzen, davon 17 weibliche Katzen und 6 männliche Kater.
Eine sehr zutrauliche schwarze Mieze die Anfang Januar gefangen wurde und in Behandlung bleiben musste, ist danach von einer netten Frau adoptiert worden und wohnt jetzt bei ihr und ihren anderen Katzen.
Sie heißt jetzt Moli.

Hier noch ein paar Bilder von den kastrierten Katzen aus diesem Update.

Wir wären sehr dankbar für Hilfe bei der Rechnung von den Kastrationen Dezember und Januar. Inklusive der Behandlung von Moli.

Kastrationen Dezember 2023 bis anfang Januar 2024

Ralitsa konnte 8 weitere Katzen fangen und zur Kastration in die Tierklinik bringen.
Eine Katze war schon kastriert aber leider nicht markiert, sonst hätte Ralitsa sie gar nicht gefangen bzw. direkt wieder freigelassen. Die Katze wurde markiert und auch wieder freigelassen mit den anderen zusammen.

 

Eine Katze die Ralitsa jetzt gerade im Januar gefangen hat ist krank, sie hat einen Infekt und braucht mindestens eine Woche bis sie fit genug ist zur Kastration.
Zum Glück nichts schlimmes und es ging ihr schon nach zwei Tagen Behandlung besser.

Kastrationen August bis Ende November 2023

Ralitsa hat nur am Wochenende Zeit Katzen zu fangen für die Kastrationen. Sie hat seit August neun Katzen kastrieren lassen.