Rosy
kleine Kämpferin mit großem Herzen
UPDATE Februar 2026
Rosy ist angekommen
Für Rosy hatten wir einen Plan und der sah ganz anders aus. Es kam anders als gedacht und am Ende ist es für sie viel besser geworden.
Nachdem Rosy auf ihre Pflegestelle gezogen war, ging es ihr zunächst immer besser. Sie lebte sich schnell ein, fasste Vertrauen zu allen Menschen und fand in dem vorhandenen Hund sofort ihren besten Freund. Sie hing an ihm, spielte mit ihm und orientierte sich stark an ihm. Auch zur ganzen Familie baute sie eine enge Bindung auf. Rosy war immer dabei, mittendrin im Alltag, fröhlich, neugierig und voller Lebenslust.
Körperlich wurde sie kräftiger, nahm zu und baute Muskulatur auf. Doch ihr operiertes Hinterbein bereitete weiterhin Probleme. Trotz vieler Wochen Physiotherapie, zusätzlicher Übungen zuhause und großer Geduld nutzte sie das Bein praktisch gar nicht. Die Hoffnung war, dass sie es mit der Zeit wieder einsetzen würde, doch das passierte nicht. Besonders beim schnelleren Laufen belastete sie das Bein überhaupt nicht. Auch mit intensiver Physiotherapie und allen unterstützenden Maßnahmen ließ sich das leider nicht ändern. Mit zunehmender Aktivität zeigte sich zudem immer deutlicher, dass das Bein ihr Schmerzen bereitete. Schließlich schleifte sie es beim Laufen hinter sich her und benötigte regelmäßig Schmerzmittel, um gut durch den Tag zu kommen.
Auch die weitere physiotherapeutische Betreuung und die Untersuchung durch einen orthopädischen Spezialisten bestätigten, was wir lange gehofft hatten zu vermeiden. Das Bein verursachte dauerhaft Schmerzen und ließ sich nicht mehr so stabilisieren, dass Rosy damit schmerzfrei leben konnte. So schwer diese Entscheidung war, am Ende blieb nur ein Weg, um ihr Lebensqualität zurückzugeben.
Mitte Januar wurde das betroffene Bein amputiert. Rosy war gründlich untersucht worden und topfit für den Eingriff. Sie überstand die Operation sehr gut und war noch am selben Abend wieder auf ihrer Pflegestelle. Schon kurz danach zeigte sich, wie richtig diese Entscheidung war. Rosy war schmerzfrei, bewegte sich sicherer und wurde noch fröhlicher und agiler als zuvor. Sie flitzt heute mit drei Beinen durchs Leben und kommt damit wunderbar zurecht.
Noch bevor wir überhaupt über eine Vermittlung sprechen konnten, stand für die Pflegestelle fest, dass Rosy bleiben darf. Sie ist längst Teil der Familie geworden. Sie lebt in einem ländlichen Umfeld, ist viel draußen, fast nie alleine und hat mit ihrem Hundekumpel genau das gefunden, was sie braucht. Menschen mit viel Erfahrung, Zeit und Herz kümmern sich um sie. Es ist ihr absolutes Traumzuhause.
Wir sind unendlich dankbar für dieses Happy End. Gleichzeitig bitten wir euch noch um Unterstützung. Für die Amputation und die tierärztliche Versorgung ist trotz Tierschutzrabatt eine Rechnung in Höhe von 632 Euro entstanden.
Wenn du uns dabei helfen möchtest, diese Rechnung zu begleichen, freuen wir uns sehr über eine Spende. Jeder Beitrag hilft uns, auch weiterhin für Tiere wie Rosy da zu sein.
Danke, dass ihr Rosys Weg begleitet habt.
Rosys Geschichte in Bulgarien
Als Ralitsa sie am 12. Juli in Plovdiv fand, stand die kleine Hündin zitternd am Rand einer stark befahrenen Straße. Zwei Frauen diskutierten schon, was sie tun könnten, aber niemand wusste, wie man helfen sollte. Rosy zog ihr linkes Hinterbein an den Körper und konnte kaum stehen. Vermutlich war sie kurz zuvor angefahren worden. Sie war abgemagert, schwach und hatte große Schmerzen.
Ralitsa nahm sie ohne Zögern auf den Arm, setzte sie ins Auto und brachte sie direkt in die Tierklinik. Dort wurde sie stationär aufgenommen und liebevoll versorgt. Nach den ersten Untersuchungen war klar, dass ihr Bein mehrfach gebrochen war. Die Chirurgen richteten die Brüche in einer aufwendigen Operation und stabilisierten den Knochen mit kleinen Metallstiften, damit alles wieder zusammenwachsen kann.
Auf den Röntgenbildern war jedoch noch mehr zu sehen. Auch der Femurkopf, also der obere Teil des Oberschenkelknochens, der in das Hüftgelenk greift, war schwer beschädigt. Damit sie irgendwann wieder laufen kann, war eine zweite Operation nötig, eine sogenannte Femurkopfresektion. Rosy erholte sich tapfer von der ersten OP und war so stabil, dass die Ärztinnen und Ärzte diesen Eingriff bald nachholen konnten.
Nach beiden Operationen blieb Rosy in der Tierklinik, weil es bei Ralitsa keinen freien Platz mehr gab. Durch die vielen Notfälle und Kitten war jeder Raum belegt, und für Rosy war die stationäre Pflege ohnehin das Beste. Die Klinik bietet Auslauf und tägliche Spaziergänge, und Ralitsa besuchte sie so oft wie möglich.
Die Reise und das neue Leben auf der Pflegestelle
Nach vielen Wochen in der Klinik suchten wir intensiv nach einer Lösung für Rosy. Sie sollte endlich in ein ruhiges Umfeld, wo sie sich erholen und wieder Vertrauen fassen kann. Bettina, unsere langjährige Mitstreiterin, Tierheilpraktikerin und erfahrene Pflegestelle, hat über ihr großes Tierschutznetzwerk eine wunderbare Möglichkeit gefunden. Eine Bekannte von ihr, die seit über zwanzig Jahren Hunde aus dem Tierschutz aufnimmt – oft solche mit Handicap oder Reha-Bedarf – hatte gerade Platz, Zeit und viel Erfahrung. Sie arbeitet eng mit vertrauten Tierärztinnen, Tierärzten und Physiotherapeutinnen zusammen, die selbst aktiv im Tierschutz helfen.
Für Rosy war das ein großes Glück. Nach langer Zeit in der Klinik durfte sie endlich reisen. Bettina und die Pflegestelle holten sie persönlich ab. Schon im Auto war sie neugierig, und kaum angekommen, hüpfte sie fröhlich umher, begrüßte alle freundlich und freute sich über die neue Umgebung. Am selben Abend war sie schon auf einem kleinen Spaziergang mit den anderen Hunden.
Heute lebt Rosy dort in einem liebevollen Zuhause auf Zeit, umgeben von geduldigen, sozialen Hunden. Sie genießt die Aufmerksamkeit, die Spaziergänge und jede Streicheleinheit. Ihr Beinchen benutzt sie bisher kaum, eher wie eine kleine Stütze. Nach der langen Schonzeit müssen Muskeln und Sehnen erst wieder aufgebaut werden. Sie bekommt regelmäßig Physiotherapie, trainiert im Wasserlaufband und macht begeistert mit. Die Hoffnung ist groß, dass sich die verletzten Nerven erholen und sie das Bein irgendwann wieder richtig einsetzen kann. Auch wenn sie vielleicht ein leichtes Handicap behalten wird, hat sie keine Schmerzen und kommt wunderbar zurecht.
Hilfe für Rosys Klinikrechnung
Diese Chance auf ein gutes Leben hatte sie nur, weil sie in der Tierklinik so umfassend behandelt werden konnte. Doch die zwei Operationen, der lange Aufenthalt, Medikamente und Nachsorge haben eine hohe Rechnung hinterlassen. Insgesamt beläuft sie sich auf 2454 Euro. Die Klinik hat uns großzügig Tierschutzrabatte gewährt und gibt uns Zeit, um die Rechnung zu begleichen. Trotzdem brauchen wir dringend Hilfe, um diese Summe zu stemmen.
Wenn du magst, hilf uns bitte dabei. Jeder Beitrag, egal wie klein, hilft direkt Rosy und macht es möglich, dass wir auch weiterhin Notfälle aufnehmen und behandeln lassen können.
Hier im Beitrag zeigen wir einen Auszug aus der Klinikrechnung mit den wichtigsten OP-Kosten. Die komplette Rechnung umfasst über 60 Seiten, da in der Tierklinik jeder Behandlungstag einzeln und alle Leistungen sehr transparent aufgeführt werden. Wer sich die gesamte Rechnung ansehen möchte, findet sie hier als PDF zum Download. Darunter findest du auch die Bankverbindung und den PayPal-Link.
Danke, dass du Rosy und uns unterstützt.
Unsere Bankverbindung:
Tierschutz-Team-Koeln e.V.
Sparkasse Leverkusen
IBAN DE96375514400200428068
BIC WELADEDLLEV![]()
